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Wer hilft wem?

„Behinderte helfen Nichtbehinderten“
Dieses Motto und der gleichnamige Vereinsnamen klingt nur im ersten Moment paradox. Ist nicht schon jedem von uns in den Sinn gekommen, dass eine Behinderung nicht zwangsläufig bedeutet, sich in seinen Lebenszielen behindert zu fühlen, und umgekehrt, dass körperliche Unversehrtheit einen nicht davor schützt, sich in manchen Dingen behindert zu fühlen. Ist es nicht so, dass das Verhältnis von Nichtbehinderten zu Behinderten oft als „behindert“ angesehen werden muss

„Behindert“ zum Beispiel bei der Begegnung mit einem behinderten Menschen im Aufzug, vor einer Rolltreppe, im Restaurant oder auf einer Party bei Freunden! Hier sieht das von Menschen mit Behinderung ins Leben gerufene Projekt Änderungsbedarf. Der Abbau von Berührungsängsten ist die Voraussetzung für eine Normalisierung im Zusammenleben – der erste Schritt zu einem entspannten und von Kenntnis getragenem Miteinander zwischen Behinderten und Nichtbehinderten.

Vielen Nichtbehinderten fehlt die Erfahrung im Umgang mit Menschen, die eine Behinderung haben. Hier setzen wir an – gelebte Inklussion.

Der Verein

Referentinnen und Referenten mit Handicap, führen regelmäßig Aktionen in Schulen durch. Vor allem Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene sind unsere Zielgruppe.

Unser Verein ist in ganz Baden-Württemberg tätig. 15 Referentinnen und Referenten mit einem Handicap führen regelmäßig Aktionen in Schulen und anderen Einrichtungen durch. Jährlich leisten wir 70-80 Schulbesuche und Aktionen.

Für die Schulen, Einrichtungen und Erwachsenenbildungs- stätten ist der Besuch durch unsere Referenten kostenlos.

Nicht das Ziel, der Weg ist neu

Bislang konzentrieren sich Integrationsprojekte hauptsächlich auf die Anpassung Behinderter in die Nichtbehindertengesellschaft.

BhN legt den Schwerpunkt Behinderte helfen Nichtbehinderten – beispielhaft praktizierte Inklussion. Es finden Blickwechsel statt: „Von Behinderten lernen“ ist ein zielführendes Projekt im Sinne der deutlichen Weiterentwicklung der bisherigen Integrations- bemühungen.

Nichtbehinderte bekommen die Möglichkeit, Behinderte als selbstbewusste und emanzipierte Persönlichkeiten, die Außerordentliches auf allen Gebieten leisten können, kennen zu lernen. Diese Kontakte werden erfahrungsgemäß sehr positiv aufgenommen.

Angebote

Unsere Referentinnen und Referenten organisieren Aktionen und Projekte.

Die Besuche können in folgenden Formen stattfinden:

Äußerer Rahmen:
– Unterrichtsbesuch in einer Klasse
– Schulbesuch, zentrale Veranstaltung
– Besuch einer Arbeitsgemeinschaft
– Mitwirkung bei Projekttagen
– Jugend trainiert für Olympia

Zeitlicher Rahmen:
– ein- bis zweistündiger Unterrichtsbesuch
– Tagesbesuch
– Projektwoche